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Es ist inzwischen schon so weit, dass ich jede Nacht klatsch nass irgendwann so um 3 Uhr nachts aufwache. Auf der Arbeit macht mir inzwischen immer meine Krawatte zu schaffen. Früher habe ich sie gar nicht bemerkt. Aber heute habe ich das Gefühl, zu ersticken. Es fühlt sich so an, als sei die Krawatte super festgeschnürt, dabei ziehe ich sie im Laufe des Tages so weit auf, dass das gar nicht sein kann. Vom Herzklopfen, das ich ständig höre, ganz abgesehen. Meine Freundin meinte, ich solle unbedingt mal zum Therapeuten. Sie kenne einen, der sei Psychologischer Berater. Aber Psychologischer Berater?? Ist das denn wirklich notwenig? Ich bin doch nicht irre, dass ich jetzt schon einen brauche, der Psychologischer Berater ist. Aber meine Freundin sagte, dass das Quatsch sei. Psychologischer Berater sei nicht nur jemand für Verrückte, sondern auch für solche wie mich der richtige, die unter Dauerstress wegen der Baugeräusche stehen. Sie habe eine Freundin, die auch zum Psychologischer Berater gegangen ist. Zwar war das bei ihr nich wegen Baulärm, sondern wegen des Kindergartens in der Nachbarschaft. Aber dieser Psychologischer Berater habe ihr super geholfen, mit der Situation umzugehen, sie anzunehmen und zu akzeptieren und sie nicht mehr in Gedanken zu bekämpfen. Das hört sich natürlich nicht schlecht an, aber ob das bei mir auch hilft??

Da wird erst einmal großzügig die eine Spur dicht gemacht, um dann dort ein paar Baufahrzeuge zu parken und dann war's das erst einmal für den ersten oder zweiten Monat. Bauarbeiter sucht man da vergebens. Und das fast überall! Aber überall staut es sich! Wer dafür zuständig ist, kann meiner Meinung nach nicht mehr ganz bei klarem Verstand sein. Wieso kann man die Kräfte nicht bündeln und nur dort Baustellen aufmachen, wo auch genug Personal da ist, sodass man ruck zuck fertig ist? Naja, und bei mir auf der Arbeit geht dann der ganze Spaß weiter!

Schlagloch City

- 12.04.2011

Dieses Rumgebaue in Deutschland nimmt langsam auch in der Tat Überhand. Überall wird ja inzwischen gebaut. Ich wohne in Berlin und arbeite dort und es vergeht in meinem Leben keine Minute mehr ohne diesen Baulärm! Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, geht es bei mir vor der Haustüre schon los: Da wird nämlich der Gehweg neugemacht. Schöne Sache eigentlich. Das war schön längst überfällig. Der letzte Winter hat unserem Bröckel-Gehweg dann ja auch den letzten Rest gegeben und es lag nachdem der Schnee getaut war nur noch ein Puzzle an Asphalt herum. Wahrscheinlich hat man dann auch bei der Stadt gedacht, dass man das nicht mehr flicken sollte. Wenn ich dann losfahre zur Arbeit geht es aber weiter mit Baustellen und Lärm. Ich brauche für eine winzige Strecke von nicht einmal zehn Kilometern jeden Morgen knapp eine Stunde, weil wirklich in jeder Stelle eine Baustelle eröffnet wird. Man sollte aber nicht denken, dass da auch wirklich gebaut wird! Nö, wieso auch?

24 h Krach

- 09.04.2011

Ein Krach kann ich nur sagen, wie man ihn im stärksten Kopf nicht aushält! Und das schon seit Monaten! Das Nachbargebäude bei mir auf der Arbeit wird zur Zeit grundsaniert und ich werde langsam aber sicher doch mürbe davon! Erst dachte ich mir, gut, dass der alte Schuppen mal endlich wegkommt. Der war ja wirklich nicht mehr schön anzusehen und die letzten Jahre stand er auch leer, sodass die Fassade von zersprungenen Scheiben gesäumt war und das Haus übersäht war von Graffitis. Das Ding sah wirklich aus wie der Palast der Republik! Und wenn man mal durch ein kaputtes Fenster einen Blick hineinwerfen konnte, muss man sagen, dass es drinnen auch so ungefähr aussah wie in Honeckers Hose. Wenn ich aber gewusst hätte, dass das so einen Krach macht und die jetzt schon seit über 4 Wochen jeden Tag einen Lärm machen, dass man das eigene Wort nicht mehr versteht, hätte ich mich anfangs nicht so gefreut!

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